Die Polizei dein Freund und Helfer
Bereits letzte Woche, war ich mal wieder mit dem Zug unterwegs. Freitags mittags von Mainz nach Idar-Oberstein zu fahren ist übrigens echt ätzend. Zwei Einheiten für die ganzen Berufspendler ist halt einfach zu wenig. Ich hab dann mit meinem ganzen Gepäck auch nur einen Stehplatz zwischen den Abteilen ergattern können. Zu dumm, dass auch so ein plärrendes Kind hier seinen Platz hatte. So eine Kondition wünsch ich mir auch, der kleine atmet bestimmt durch den Bauchnabel, anders kann ich mir das ununterbrochene Geschrei nicht erklären. Nach ca. 30 Minuten hat dann ein Polizist seine Mütze geschnappt und hat sich den kleinen mal vorgeknöpft. Ob er nur mit ihm geredet oder ihm mit Gefängnis gedroht hat weiss ich nicht, aber gewirkt hat es auf jeden Fall, endlich kam Ruhe ins Abteil. Schade nur, dass der Beamte am nächsten Bahnhof ausgestiegen ist. Das erwartete Geschrei blieb dann aber zum Glück aus, da der kleine seine Vorliebe zur Technik entdeckt hat. Die letzte halbe Stunde die ich mit dem Kind im Zug verbringen durfte lief er ständig auf und ab und drückte die Abteiltüren auf und zu. Schön mit wie wenig manche Kinder noch zu begeistern sind.
Es weihnachtet!
Seit gestern haben wir ja wenigstens Dezember, da gönn ich den Leuten auch ihre Weihnachtsstimmung. Bekanntlich kann ich es ja nicht ausstehen, wenn bereits im Oktober Lebkuchen und Spekulatius die Ladenflächen füllen. Gestern konnte mir die eurobahn sogar ein Lächeln abgewinnen. Bereits beim Einsteigen in Bielefeld ist mir der blau-gelbe Weihnachtsmann aufgefallen. Recht schnell bekam ich dann auch mit, dass er “HoHoHo!!!” rufend durch den Waggon stiefelte und den Kindern, wenn sie denn brav waren kleine Geschenke überreichte. Mir hats gefallen, war mal ein etwas anderer Weihnachtsgruß der Bahngesellschaft, als nur völlig überschmückte Bahnhofshallen. Wirklich spaßig wurde es dann, als er neben mir anhielt und mir auch “Frohe Weihnachten” wünschte. “Ob ich denn ein Lied oder ein Gedicht für den Weihnachtsmann hätte, dann bekäme ich auch ein Geschenk“, fragte er mich. Was weihnachtliches ist mir dann nicht eingefallen, aber da ich seit der 5ten Klasse das Gedicht der zwei Ameisen aus Hamburg kann, gab ich halt dieses zum besten.
Es waren mal zwei Ameisen
Die wollten nach Australien reisen.
Doch in Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Füße weh.
Drum verzichteten sie weise
Auf den letzten Teil der Reise.
Das kann ich, seit ich es als Strafarbeit auswendig lernen musste, wer kann schon ahnen, dass eine solch drakonische Strafe mir 13 Jahre später ein Geschenk einbringt.
Hehe und so bekam ich dann einen kleinen Stoffbeutel mit Nüssen, zwei kleinen Schoko-Nikoläusen, Gummibärchen, dem Fahrplan für die Ravensberger Bahn und den Lipperländer und den Weihnachtsmarktplaner für die Weser- und Lammetalbahn.
Ansonsten verlief die Fahrt eigentlich recht unspektakulär,so dass es weiter nichts wirklich zu berichten gibt.
Ach so, seit dem letzten Update von Wordpress läuft übrigens die “Tag-Wolke” in der Sidebar nicht mehr. Noch weiß ich nicht wo dran das liegen könnte, aber ich kümmere mich drum, also bitte ich um ein wenig Geduld.
Verlaufen???
Heute morgen gab es mal was ganz ungewöhnliches im Express von Saarbrücken nach Frankfurt. Zwar weiß ich, dass es diese Leute bei der Bahn gibt, aber bisher kannte ich das nur von der Strecke Frankfurt – Kassel. Also da stand doch tatsächlich plötzlich so ein Typ mit schwarz-silbernem Wagen im Gang und verkaufte “heiße und kalte Getränke”. Zuerst dachte ich, ich träume noch, da ich gerade erst wach geworden bin, aber nein, der war tatsächlich da.
Ich hoffe jetzt mal, dass der sich nur im Zug geirrt hat, sonst sehe ich da schon ein finanzielles Problem auf mich zukommen, da ich ja neuerdings auch zum kaffeetrinkenden Gesocks gehöre.
Geheimniskrämerei
Es gibt Sachen die fallen einfach nicht auf, es gibt Sachen die sollen einem nicht auffallen und es gibt Dinge, die bleiben einfach immer ein Geheimnis.
Zum Beispiel ist mir unverständlich, wie mir als Butterliebhaber, bisher die unglaublich leckere Butterbrezel, die man im Bahnhof kaufen kann, nicht aufgefallen ist. Aber dank einer Bekannten, weiß ich seit neuestem, was nicht nur lecker sondern auch billig ist.
Gestern begann die DFB-Tagung in Mainz, hätte ich das nicht im Radio gehört, wäre mir wohl auch nicht das Empfangskomitee am Bahnhof aufgefallen. Dort standen unauffällige Gestalten in feinen Anzügen an den Aufgängen, die kleine Karten mit aufgedrucktem DFB-Emblem hielten. Ich schätze mal die haben irgendwelche unglaublich wichtigen Gäste, die per Zug anreisen sollten, abgeholt.
Interessant finde ich die Tatsache, dass gestern während des Streiktages kaum Durchsagen wegen ausfallender Züge zu hören waren. Heute morgen allerdings, bereits 2 Stunden nach offiziellem Streikende, kamen diese Durchsagen ständig. Bei großen Zügen durchaus verständlich, aber dass die Regionalzüge, die nur zwischen Frankfurt und Wiesbaden fahren, zu der Zeit ausfallen ist mir unklar.
Ein Geheimnis, was ich wohl nie Lüften werde sind Leute, die am Gleis stehen, der Zug steht auch schon da, die dann aber noch mal intensiv ihren Plan studieren und dann dem Zug nur noch hinterher winken, weil dieser gerade losgefahren ist. Ok, dass man sich nicht sicher ist, das kommt auch bei mir vor, aber wenn ich bereits am Gleis stehe, auf der Anzeige am Zug das Fahrtziel steht, dann wusste ich doch schon, dass dies wohl mein Zug ist, sonst wäre ich ja nicht an das Gleis gegangen???
Was besser ein Geheimnis geblieben wäre, ist die kleine Geschichte eines Mädels, das heute vor mir in den Zug gestiegen ist. Die hat verzweifelt die Tür zum Abteil zu öffnen versucht. Ziehen, schieben, drücken, alles hat nix geholfen. Hilfe kam dann aber schnell von ihrer Freundin, “Geh doch, die Tür ist OFFEN!!!”. Ein ungläubiger Blick, erneutes schieben, drücken und ziehen, dann ein leichtes Vortasten und siehe da, tatsächlich die Tür war die ganze Zeit offen. Ich hätte ja gewartet bis sie von selbst drauf gekommen wäre.
