Die Hölle auf Erden
Bereits am Freitag mittag war ich mit Thomas und Nickel in Ludwigshafen. Im Südwest-Stadion gab sich ein unglaubliches Hammer-Line-Up die Ehre. Lauren Harris, Papa Roach, Mastodon, In Flames und der Headliner Iron Maiden demonstrierten, was mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und einer rauhen Stimme alles möglcih ist. Was die Vorbands betrifft, kann ich mich dem Thomas nur anschließen.
Karten hatten wir für die Gegentribüne, aber die war nicht freigegeben und so kamen wir in den Genuss des Innenraums, auch nicht schlecht! Während die Vorbands spielten, saßen wir eigentlich nur rum und genossen Musik und Wetter. Ausserdem hab ich mich über zwei Sachen geärgert. Erstens fand ich den Preis von 30€ für ein T-Shirt hart übertrieben und dann stand auch noch auf der Karte man dürfe keine Aufnahmegeräte mitbringen, selbst Fotohandys seien verboten. Deshalb hatte ich meine Kamera im Auto gelassen. Nach der Kontrolle am Eingang war ich mir aber sicher, dass ich ohne Mühen ein ganzen Tonstudio in das Stadion hätte mitbringen können.
Gegen 18:00 Uhr näherte sich dann der Auftritt von In Flames, Thomas und ich entschlossen uns die Sache mal von näher zu betrachten und machten uns auf den Weg nach vorne.
In Flames haben auch richtig böse gerockt und eine Menge Spaß gemacht.
Irgendwann haben wir uns dann entschlossen Iron Maiden von noch weiter vorne zu bestaunen. Trotz aller Warnungen meiner Freundin, die auch schon mal das Vergnügen hatte Maiden live zu sehen, schlugen wir uns nach vorne durch. Sie hatte auch unrecht, es war gar nicht schlimm vorne. Nein! Es war viel schlimmer, quasi die Hölle auf Erden. Als Sänger Bruce Dickinson die Bühne betrat, bewegte sich die ganze Menge nach vorne, links, rechts, oben und unten. Irgendwie sind wir dadurch bis in die zweite Reihe vorgedrungen, wie auch immer!
Was sich dann fast 2 Stunden lang abspielte war einfach nur Wahnsinn. Neue und alte Songs, ständig wechselnde Bühnendekoration und 6 alte Männer (Bruce Dickinson, Dave Murray, Adrian Smith, Janick Gers, Steve Harris, Nicko McBrain), die offentsichtlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, verwandelten das Stadion in die Hölle auf Erden. In den ersten Reihen zu stehen während solche Legenden auf der Bühne das Blut der Zuschauer zum kochen bringen ist unbeschreiblich. Es war wirklich furchtbar da vorne – heiß, trocken, stickig, schmerzhaft – gleichzeitig aber das beste was ich in meiner bisherigen Konzertbesuchsgeschichte jemals erlebt habe und vermutlich wird das auch so schnell nicht getoppt. Pogo, Headbangen und ein komplettes Stadion was einschlägige Lieder wie “2 Minutes to midnight”, “Run to the Hills”, “The Number of the beast” oder auch “Fear of the Dark” mitsang, sorgten neben diversen solistischen Einlagen für eine dauerhafte Gänsehaut.
Alles in allem der gigantischste Auftritt, den ich je erlebt habe!!!