28. Feb, 2008
Da hat doch tatsächlich mal einer den “Gastbeitrag mailen” Button gefunden und gedrückt! Danke Thomas! Und da ich beim lesen der Mail schon Spaß hatte, will ich die Geschichte natürlich niemandem vorenthalten. Also lest selbst.
Am Wochenende war Bundesstufentagung. Da der BdP die Fahrtkosten für Autofahrer, so vermute ich zumindest, seit seiner Gründung nicht mehr angepasst hat und ich selbst mit der Energiespar-Pearl bei weitem über die 11 Cent pro Kilometer komme, war die Entscheidung mit der Bahn nach Immelbach zu düsen schnell getroffen.
Da ich als einziger Vertreter des Landesverbandes teilnehmen würde, musste ich diesmal nicht auf arbeitende Mitreisende warten und konnte auf eine der wenigen Verbindungen zurückgreifen, in denen man nur einmal in Frankfurt den ICE wechseln muss. Prima! Um 15:00 Uhr in Saarbrücken in den ICE springen, zurücklehnen und ab gehts. Soweit zu meinen Phantasien.
In der Realität musste ich es ja erstmal bis Saarbrücken schaffen. Der Regionalexpress, der dieses Problem beheben sollte, hatte auch nur sechs Minuten Verspätung. Tja, liebe Leser vom Genge, ratet mal wieviel Zeit ich zum Umsteigen gehabt hätte? Richtig: Sechs Minuten.
Als sich die automatischen Türen des RE öffneten stand ich also schon in Sprintposition, was mit einem Riesigen Rucksack auf dem Rücken und einem Aktenkoffer in der Hand besonders dynamisch wirkt. Ein glücklicher Zufall wollte es, dass ich nur die Seite des Bahnsteigs wechseln musst. Ich rannte los. Meine Mitreisenden nahm ich nur noch als verschwommene Gebilde war, die an mir vorbei rauschten. Mit jedem Schritt wurde der Rucksack schwerer. Ignorieren und weiter! Schließlich tauchte sie am Horizont auf. Ja, ja! Da stand sie noch, die weiße Schlange, von der ich mich so gern hätte fressen lassen. Der Anblick ließ mich das taube Gefühl in den Beinen vergessen und noch einmal alles geben. Ich streckte den Arm aus, und tatsächlich! Eine Flut von Adrenalin schoss durch meinen Körper als meine Fingerkuppen das kalte Blech des ICEs berührten. In diesem Moment fuhr der ICE los.
-Man denke sich an dieser Stelle ein beliebiges Zitat aus den Gesammelten Werken von Jean-Luc Picard-
Als sich die körperliche Erschöpfungserscheinungen, jedoch lange nicht der ganze Ärger gelegt hatte erspähte ich neben mir eine Weitere keuchende Gestalt mit blau gelbem Halstuch um. Zusammen machten mein LB Kollege Malte uns also auf zum Schalter um zu erfragen wann der nächste Zug nach Immelbach fahren würde. Dies sollte auch schon in der Rekordzeit von nur zweieinhalb stunden der Fall sein.
Normalerweise bleib ich ja in vielen Situationen höflich. Die Bitte, mir das Geld für meine Sitzplatzreservierung zurück zu erstatten musste dann aber selbst ich im Imperativ formulieren. Dazu wurden wir an einen weiteren Schalter geschickt. Nachdem wir dem dort Dienst habenden Bahnbediensteten unsere Geschichte erzählten konnte dieser kaum fassen, dass er ICE nicht auf den RE gewartet hatte. Zitat: “Das war der internationale ICE aus Frankreich. Wackes am Steuer!” Ohne murren bekamen wir jeder unsere vier Euro zurück und aus Kulanz noch eine Reservierung für den neuen Zug geschenkt. Die investierten wir dann auch gleich in nen Cafe in der Saarbrücker Altstadt. Zeit hatten wir ja genug.
In Immenhausen kamen wir dann ohne weitere Zwischenfälle an. Um 22:18 Uhr bei geplanter Ankunft um 19:48 Uhr. Nächstes mal trampe ich, das ist zuverlässiger.
Alle Rechtschreibfehler im Text verstecken sich dort vor Chuck Norris.
Grüße und hgj
thomas
11. Nov, 2007
Das Wetter ist ja derzeit eher, naja sagen wir, Geschmacksache. Auch der Bahn scheinen diese Verhältnisse nicht besonders zu schmecken. Dass die Züge aufgrund der Streiks derzeit nicht immer pünktlich sind ist ja eine Sache, aber diese Woche hatte ich doch tatsächlich Verspätung aufgrund des Wetters. Wegen “schmierigen Gleisen”, konnte der Zug nicht schneller fahren, wodurch wir 10 Minuten zu spät in Mainz waren. Da frag ich mich doch, wie das erst im Winter werden soll, wenn sich der Schnee meterhoch auf den Gleisen türmt. Ich bin gespannt!
21. Okt, 2007
So, die Ferien sind also endlich zu Ende, morgen beginnt mein Semester wieder. Mein Stundenplan ist dieses Mal allerdings recht leer, da ich nur noch zwei Veranstaltungen besuchen muss. Wie sollte es auch anders sein, eine davon ist Chemie, die andere ist das Physikpraktikum. Am Ende des Semesters werde ich dann endlich mit meinen Vordiplomsprüfungen anfangen. Deshalb werde ich zusätzlich noch, wenn der Stundenplan es zulässt, wieder Meteorologie hören, da dort ein neuer Professor sein Unwesen treibt und ich in Erfahrung bringen will, auf welche Sachen, der so Wert legt. Je nachdem wies passt und ob sie überhaupt angeboten werden, werde ich dann auch noch ein paar scheinfreie Vorlesungen vom Hauptstudium besuchen, zur Auswahl stehen “Regionale Geologie Mitteleuropas”, “Integrative Geodynamik I”, “Einführung in die Bodenkunde” und “Earth System Cycles”.
Mein farbenfrohes Chemie-Praktikum habe ich am Montag, genauso wie meine anderen tapferen Mitstreiter, mit der Abschlussklausur souverän bestanden. Das macht diesen Sommer dann endgültig zu einem 100%-Semester!!! So kanns ruhig weitergehen.
Die letzte Woche habe ich dann teilweise bei meiner Freundin in Bielefeld verbracht. Die ist letztes Wochenende in eine neue WG umgezogen und die neue Wohnung ist schon echt gemütlich und lecker Essen gibts da auch ständig. A propos lecker Essen, dieses Regal ist meiner Freundin beim Einkaufen im Aldi aufgefallen.
Mein Heimweg gestern, war allerdings weniger gemütlich. Bereits in Bielefeld hatte der erste Zug 15 Minuten Verspätung, was sich rechnerisch mit meinem nächsten Aufenthalt in Lage von 7 Minuten nicht vereinbaren ließ. Trotz aufgeholter Zeit, sah der Fahrer des Anschlusszuges es scheinbar nicht ein 4 Minuten (VIER MINUTEN!) zu warten, was mir eine zusätzliche Stunde Wartezeit im schönen Lage einbrachte. Der Fahrscheinautomat druckte mir zwar einen Fahrplan zwei Stunden später, aber da der Aushangplan einen Zug eine Stunde später zeigte, nahm ich diesen in der Hoffnung doch noch zu humaner Zeit zu Hause zu sein. DENKSTE! In Altenbeken wusste ich dann auch warum die Verbindung vom Automaten so spät war. Da gab es nämlich erstmal keine Möglichkeit der Weiterreise. So vergnügte ich mich dann bei diversen Espresso-Variationen eineinhalb Stunden in meiner inzwischen liebsten Bahnhofsgaststätte Deutschlands. Nachdem dann klar war, das ich wohl vor 1:00 nicht zu Hause bin, habe ich mal wieder Asyl bei Familie Hansen in Langen beantragt. Auf dem Weg von Kassel nach Frankfurt, gab es dann noch weitere Verzögerungen, aufgrund einer Großdemo im Gleisbereich.
Den Abend habe ich dann in Langen beim Max verbracht und nachdem ich dann auch noch heute morgen ein lecker Frühstück bekommen habe, machte ich mich endlich auf den Weg nach Hause.
Jetzt gibts eigentlich nicht mehr viel zu tun, den Rest vom Tag werde ich wohl mit Stundenplan fertig stellen und Bude aufräumen verbringen.
4. Jul, 2007
Bereits gestern streikten die Lokführer der Bahn. Allerdings hatte ich da wohl Glück mit meinem Zug. Von 5:00Uhr bis 9:00Uhr sollten die meisten Züge still stehen und scheinbar sind auf der Nahestrecke auch bis 8:00Uhr schon sechs Züge ausgefallen. Der Express um kurz vor Acht ist allerdings gefahren. Zu meinem Glück. In Mainz scheint allerdings mehr Chaos gewesen zu sein. Das Bild rechts ist von der Anzeigentafel kurz nach meiner Ankunft.
Heute hatten der Daniel und ich nicht soviel Glück. Wieder wurde bis 9:00Uhr gestreikt, diesmal aber nicht die Lokführer, sondern der Rest der Bahnbediensteten. In Idar-Oberstein war noch alles in Ordnung. Kurz vor Kreuznach kam dann die Durchsage: “Aufgrund von Streikmaßnahmen im Großraum Mainz/Wiesbaden verkehrt dieser Zug heute nur bis Bad Kreuznach und fährt von dort dann wieder zurück nach Saarbrücken.” SUPER!!!
Von Kreuznach aus sollte es dann eine halbe Stunde später mit einer Regionalbahn weiter nach Mainz gehen. Wie das aussieht, wenn Menschen aus drei Einheiten eines RegioExpresses in einen Wagen einer Regionalbahn steigen wollen, seht ihr hier.
25. Jun, 2007
Naja manche mögens so ausdrücken, ich würde eher zäh dazu sagen. Es geht um unsere Vorlesung mit dem schönen Namen “Erdgeschichte I”. Eigentlich wirklich interessant, aber unser Prof hat a) eine Stimme wie ein Fernsehpfarrer und b) einen deutlichen Hang zur Chemie, und da wir Geologen irgendwie nicht so gut auf die Chemie zu sprechen sind, naja ihr könnt euchs ja denken. Viele lange Gesichter, die einfach nix verstehen. Heute allerdings hatten wir eine Menge Spaß dank der Trendhure.
Nicht so spaßig wars dann auf der Heimfahrt. In Bad Münster am Stein – Ebernburg gabs eine halbstündige Verspätung wegen eines Rettungsdiensteinsatzes. Ein älterer Mann is wohl volle Wucht beim Aussteigen aus dem Zug auf den Bahnsteig geflogen. Trotz, dass er wieder auf den Beinen war, wurde er aber vom Krankenwagen mitgeholt. Hoffen wir mal, dass er keine ernsten Schäden davongetragen hat.