KAWUMM!!!

So die erste Woche Praktikum ist bereits vorbei, noch lebe ich und das Labor steht auch noch. Morgen werde ich wohl in mein erstes Kolloquium müssen und die wollen dann genau wissen was ich in den ersten fünf Tagen so alles getan habe. Das ist auch schon eine ganze Menge, aber wer die Details wirklich wissen will, der soll sich einfach bei mir melden.
Dass das Labor noch steht und wir noch keine schlimmen Verletzungen davon getragen haben ist allerdings auch nur Glück. Nachdem wir bereits am ersten Tag trotz korrekter Versuchsdurchführung zwei Thermometer gesprengt und unsere komplette Arbeitsbox beim Spülen unter Wasser gesetzt haben (wofür wir übrigens auch nichts konnten, natürlich nicht), verliefen die anderen Tage eher ruhig. Bis auf den Donnerstag, denn da gab es auf einmal einen gewaltigen Rumms. Wir waren gerade dabei konzentrierte Schwefelsäure zu kochen. Schnell noch mal ins Skript geguckt was dann gemacht werden soll und schon den Siedepunkt verpasst. Mit lautem Knall verabschiedete sich dann der ganze Inhalt des Reagenzglases in Richtung Abzugswand. Gut, dass es diesen Abzug gibt, denn sonst hätte das braune blubbernde Zeug nicht an Glasscheibe und Wand, sondern an Matze und mir geklebt. Einzig das Skript vom Matze hat was abgekriegt, das lag nämlich in besagtem Abzug und hat jetzt ein paar dunkelbraune Flecken, die sich durch mehrere Seiten durchziehen.

Helden der Chemie

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Heute war also der erste Tag des Chemie-Praktikums. Die Klausur zu den Sicherheitsbestimmungen war schnell geschrieben, lediglich sechs Fragen mussten wir beantworten. Das hat auch wunderbar geklappt und auch das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Bei vielen von uns war es das beste Ergebnis, was wir je in Chemie geschrieben haben.
Im Anschluss daran wurde uns dann noch das Labor gezeigt, unsere Wirkungsstätte in den nächsten drei Wochen. Nachdem wir unsere Arbeitsplätze begutachtet und das Equipment gecheckt hatten, war der erste Praktikumstag auch schon wieder vorbei.
Die Zeit haben wir dann mal genutzt um unsere lang ersehnten und schwer erarbeiteten Chemie-Scheine abzuholen. Im Bild oben sind nun also fünf glückliche Besitzer (v.l. Lars, Ich, Wolfgang, Matze, Max) von Chemiescheinen zu sehen. Immerhin zusammengerechnet haben wir fast 15 Jahre daran gearbeitet. Da sollte ein Praktikum von drei Wochen ja ein Spaziergang werden.

Pipettieren mit dem Mund ist grundsätzlich verboten

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Nach längerer Abstinenz gibts auch hier mal wieder was zu lesen.
Ab morgen werde ich am allgemeinen anorganisch-chemischen Praktikum für Physiker, Geologen und Mineralogen teilnehmen. Was ein Spaß! Die nächsten drei Wochen werde ich also in weißem Kittel, Schutzbrille und Gummihandschuhen im Labor mit allerlei Chemikalien rumjonglieren.
Aber zunächst mal gilt es morgen die Sicherheitsklausur zu bestehen. Das sollte auch klappen, mit “kippst du Wasser auf die Säure dann geschieht das Ungeheure” kenne ich mich seit der Kartierung mit dem Max bestens aus. Damals ist uns die 1-Liter-Flasche Salzsäure durchgegangen, ha, von wegen “Eastpak – build to resist”.

Über Laborunfälle, schief gelaufene Experimente und andere Kuriositäten werde ich euch immer mal wieder in den nächsten Tagen informieren und vielleicht passiert ja auch mal wieder was auf der Bahnstrecke.

Achso und erstmal braucht ihr keine Angst zu haben, weder glaube ich dass wir an die richtig fiesen Chemikalien dran kommen, noch hab ich Geld für einen französischen Kleintransporter und eine Ferienwohnung im Sauerland.

Ferien

In den letzten paar Wochen ist hier ja nicht wirklich was passiert. Dies lag zum einen daran, dass meine Bahnfahrten ziemlich ruhig verliefen, zum anderen auch daran, dass ich in den letzten 4 Wochen meine Klausuren geschrieben habe.
Hier gibt es gleich zwei Erfolgserlebnisse: endlich habe ich Chemie und Physik bestanden!!! Damit ist also wieder eine Hürde geschafft.

Die Bahn hat sich für die Ferien wieder etwas ganz besonderes ausgedacht.
Mit der S-Bahn in den Urlaub! Ja richtig, wer nicht mit dem Zug in den Urlaub möchte, sondern in der Bahn entspannen will, der nimmt am besten diesen Zug.
Denkbar wäre natürlich auch, dass einfach die Anzeigetafel nicht stimmt und es eigentlich Offenbach heißen müsste, aber die Überlegung wäre ja viel zu einfach.

Meine Ferien werde ich jetzt erst mal mit meiner Freundin genießen. Eine Survival-Tour mit Kindern steht noch an und Ende September bis Mitte Oktober muss ich dann noch ins Chemie-Praktikum.

Was macht ihr eigentlich so in den Ferien bzw. im Urlaub?

Lachen bis der Notarzt kommt

Naja manche mögens so ausdrücken, ich würde eher zäh dazu sagen. Es geht um unsere Vorlesung mit dem schönen Namen “Erdgeschichte I”. Eigentlich wirklich interessant, aber unser Prof hat a) eine Stimme wie ein Fernsehpfarrer und b) einen deutlichen Hang zur Chemie, und da wir Geologen irgendwie nicht so gut auf die Chemie zu sprechen sind, naja ihr könnt euchs ja denken. Viele lange Gesichter, die einfach nix verstehen. Heute allerdings hatten wir eine Menge Spaß dank der Trendhure.

Nicht so spaßig wars dann auf der Heimfahrt. In Bad Münster am Stein – Ebernburg gabs eine halbstündige Verspätung wegen eines Rettungsdiensteinsatzes. Ein älterer Mann is wohl volle Wucht beim Aussteigen aus dem Zug auf den Bahnsteig geflogen. Trotz, dass er wieder auf den Beinen war, wurde er aber vom Krankenwagen mitgeholt. Hoffen wir mal, dass er keine ernsten Schäden davongetragen hat.