26. Okt, 2007
Gestern Abend besuchte ich mit Max und Matze, mein zweites großes Konzert für dieses Jahr. Bereits im Juni, war ich ja Iron Maiden in Ludwigshafen gucken. Der gestrige Abend, in der Frankfurter Jahrhunderthalle, steht diesem Erlebnis aber in Nichts nach. Naja die Vorgruppe war eher eine amateurhafte HipHop-Crew, was ja nun nicht so mein Fall ist, aber selbst die konnten mit ihren mehr oder weniger revolutionsgeschwängerten und mehrsprachigen Texten letztlich überzeugen. Nach einer kurzen Pause gings dann aber richtig los. Unter tosendem Applaus und Jubelschreien, enterten zuerst die Musiker und als letztes Manu Chao unter bereits krachenden Rhythmen die Bühne. Was man diesem kleinen, unauffälligen Gitarriero nicht direkt ansieht, ist die geballte Energie, die er mitbringt. Viel besser ist allerdings die Tatsache, dass diese Energie schon nach wenigen Takten wie eine große Welle über das Publikum herfällt. Selbst bekennenden Tanzmuffeln und Bewegungslegasthenikern wie mir, ließen der vom Bass zitternde Boden und vor allem das Radio Bemba Sound System keine Chance. Schon während des zweiten Liedes fand ich mich neben Matze springend, tanzend und singend in der Menge wieder. Auch wenn der Matze richtig erkannte, dass mitsingen dieser spanischen und französischen Texte ist wie früher bei englischen Liedern, es war ein Riesenspaß. Das von bis gemischte Publikum, hatte jedenfalls allen Grund und Laune richtig zu feiern.
Sehr positiv aufgenommen hab ich auch die Tatsache, dass die Jahrhunderthalle, schon rauchfrei ist, aber dennoch den Rauchern in direkter Nähe eine Lounge auf dem Balkon bietet.
Alles in allem also ein sehr gelungener Abend, an den ich mich noch lange erinnern werde.
27. Jun, 2007
Initiiert von Al Gore und Kevin Wall*, unterstützt von zahlreichen Sponsoren, finden am 07.07.07 zehn Konzerte mit ca. 150 Akteuren statt.
Neben einem Live Earth Konzert in Hamburg wird auch noch in New Jersey, Johannesburg, London, Istanbul, Rio de Janeiro, Shanghai, Sydney, Tokio und Kyoto für unseren Planeten gerockt.
Metallica, Jack Johnson, Snoop Dogg, Madonna** und viele mehr werden an diesem Musikmarathon teilnehmen und die Zuschauer auf die voranschreitende Zerstörung unserer Umwelt aufmerksam machen.
Damit auch jeder an diesem Event teilhaben kann, auch wenn er für keines dieser Konzerte Tickets hat, wird MSN alle Auftritte live im Internet ausstrahlen.
Antarctica – the coolest Live Earth gig in the world
Und weil die Veranstalter angekündigt haben, auf jedem Kontinent werde ein Konzert stattfinden, wird auch in der Antarktis in die Saiten gegriffen. Auf der britischen Forschungsstation Rothera findet zusätzlich als Nummer 11, dass kleinste der Konzerte statt. Fünf Forscher spielen mit ihrer Band “Nunatak” vor ihren 17 Kollegen vermutlich den Gig ihres Lebens. Auch dieser soll dann bei MSN zum anschauen zur Verfügung stehen.
* Das sos in sos.msn.de steht übrigens für “Save our Selves”, eine Umweltschutz-Kampagne, die von Kevin Wall ins Leben gerufen wurde.
** Madonna hat extra für diese Aktion den Titel “Hey You” geschrieben, der so etwas wie die Hymne des Live Earth Marathons werden soll.
10. Jun, 2007
Bereits am Freitag mittag war ich mit Thomas und Nickel in Ludwigshafen. Im Südwest-Stadion gab sich ein unglaubliches Hammer-Line-Up die Ehre. Lauren Harris, Papa Roach, Mastodon, In Flames und der Headliner Iron Maiden demonstrierten, was mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und einer rauhen Stimme alles möglcih ist. Was die Vorbands betrifft, kann ich mich dem Thomas nur anschließen.
Karten hatten wir für die Gegentribüne, aber die war nicht freigegeben und so kamen wir in den Genuss des Innenraums, auch nicht schlecht! Während die Vorbands spielten, saßen wir eigentlich nur rum und genossen Musik und Wetter. Ausserdem hab ich mich über zwei Sachen geärgert. Erstens fand ich den Preis von 30€ für ein T-Shirt hart übertrieben und dann stand auch noch auf der Karte man dürfe keine Aufnahmegeräte mitbringen, selbst Fotohandys seien verboten. Deshalb hatte ich meine Kamera im Auto gelassen. Nach der Kontrolle am Eingang war ich mir aber sicher, dass ich ohne Mühen ein ganzen Tonstudio in das Stadion hätte mitbringen können.
Gegen 18:00 Uhr näherte sich dann der Auftritt von In Flames, Thomas und ich entschlossen uns die Sache mal von näher zu betrachten und machten uns auf den Weg nach vorne.
In Flames haben auch richtig böse gerockt und eine Menge Spaß gemacht.
Irgendwann haben wir uns dann entschlossen Iron Maiden von noch weiter vorne zu bestaunen. Trotz aller Warnungen meiner Freundin, die auch schon mal das Vergnügen hatte Maiden live zu sehen, schlugen wir uns nach vorne durch. Sie hatte auch unrecht, es war gar nicht schlimm vorne. Nein! Es war viel schlimmer, quasi die Hölle auf Erden. Als Sänger Bruce Dickinson die Bühne betrat, bewegte sich die ganze Menge nach vorne, links, rechts, oben und unten. Irgendwie sind wir dadurch bis in die zweite Reihe vorgedrungen, wie auch immer!
Was sich dann fast 2 Stunden lang abspielte war einfach nur Wahnsinn. Neue und alte Songs, ständig wechselnde Bühnendekoration und 6 alte Männer (Bruce Dickinson, Dave Murray, Adrian Smith, Janick Gers, Steve Harris, Nicko McBrain), die offentsichtlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, verwandelten das Stadion in die Hölle auf Erden. In den ersten Reihen zu stehen während solche Legenden auf der Bühne das Blut der Zuschauer zum kochen bringen ist unbeschreiblich. Es war wirklich furchtbar da vorne – heiß, trocken, stickig, schmerzhaft – gleichzeitig aber das beste was ich in meiner bisherigen Konzertbesuchsgeschichte jemals erlebt habe und vermutlich wird das auch so schnell nicht getoppt. Pogo, Headbangen und ein komplettes Stadion was einschlägige Lieder wie “2 Minutes to midnight”, “Run to the Hills”, “The Number of the beast” oder auch “Fear of the Dark” mitsang, sorgten neben diversen solistischen Einlagen für eine dauerhafte Gänsehaut.
Alles in allem der gigantischste Auftritt, den ich je erlebt habe!!!