27. Mrz, 2008
Bereits letzte Woche, war ich mal wieder mit dem Zug unterwegs. Freitags mittags von Mainz nach Idar-Oberstein zu fahren ist übrigens echt ätzend. Zwei Einheiten für die ganzen Berufspendler ist halt einfach zu wenig. Ich hab dann mit meinem ganzen Gepäck auch nur einen Stehplatz zwischen den Abteilen ergattern können. Zu dumm, dass auch so ein plärrendes Kind hier seinen Platz hatte. So eine Kondition wünsch ich mir auch, der kleine atmet bestimmt durch den Bauchnabel, anders kann ich mir das ununterbrochene Geschrei nicht erklären. Nach ca. 30 Minuten hat dann ein Polizist seine Mütze geschnappt und hat sich den kleinen mal vorgeknöpft. Ob er nur mit ihm geredet oder ihm mit Gefängnis gedroht hat weiss ich nicht, aber gewirkt hat es auf jeden Fall, endlich kam Ruhe ins Abteil. Schade nur, dass der Beamte am nächsten Bahnhof ausgestiegen ist. Das erwartete Geschrei blieb dann aber zum Glück aus, da der kleine seine Vorliebe zur Technik entdeckt hat. Die letzte halbe Stunde die ich mit dem Kind im Zug verbringen durfte lief er ständig auf und ab und drückte die Abteiltüren auf und zu. Schön mit wie wenig manche Kinder noch zu begeistern sind.
5. Feb, 2008
Da ich derzeit nicht nach Mainz fahre, sondern nur zu Hause sitze und mich mit Chemie beschäftige, gibts auch nicht sonderlich viel zu erzählen.
Gestern war ich mir dann aber doch mal den Fastnachtsumzug in Idar-Oberstein angucken, nachdem ich mich die letzten Tage recht erfolgreich von der ganzen Fastnacht gedrückt habe.
Mit ein paar Leuten habe ich mich dann im Kreisel in Idar aufgestellt und den Narren bei ihrem Umzug zugeschaut. Nach anfänglich regnerischem Wetter kam dann auch noch mit Ankunft des Zuges die Sonne raus und so wurde es eigentlich eine ganz lustige Veranstaltung.
Bilder vom Umzug gibts hier.
22. Nov, 2007
Oh mann!!! Ums kurz und schmerzlos zu machen, heute geht es um zwei Nullpeiler. Der erste, das bin ich selbst. Ja, ich weiß, “der Esel nennt sich immer zu erst”. In diesem Fall geht das aber in Ordnung und stimmt sogar.
Wie ich die Woche schon festgestellt habe, ist im Zug schlafen, wenn man Musik auf den Ohren hat, gar nicht mal so ‘ne gute Idee. Montag wäre das fast schief gegangen. Seit ich Musik höre beim Zug fahren, schlafe ich nämlich auch, wenn der Zug an einem Bahnhof hält, bis jetzt bin ich da immer wach geworden.
Heute hat es mich dann erwischt. Irgendwann bin ich heute also auf der Fahrt nach Hause eingeschlafen. Wach geworden bin ich, in Idar-Oberstein. Soweit alles in Ordnung, nur stand der Zug schon und die Leute waren schon am einsteigen. Ich schnapp mir also meinen Rucksack, meine Jacke und das restliche verstreute Equipment und will noch aus dem Zug hechten. Dummerweise hab ich mir aber ausgerechnet die Tür ausgesucht, an der gerade eine ganze Gruppe Frauen mittleren Alters eingestiegen war. Naja noch war alles ok, aber als die Erste von denen dann verzweifelt auf den Knopf zum öffnen der Tür drückte, begann der Wahnsinn. Zuerst hatte ich ein kleines Déjà-vu (Mädel – offene Tür – denken die wär zu – verzweifelt versuchen sie zu öffnen), dann stieg leichte Verzweiflung in mir auf, als ich den Pfiff des Schaffners hörte und das einrasten der Tür zu hören war. Endgültig damit abgefunden, noch bis Neubrücke zu fahren, hab ich mich dann, als die Frau mich durch die offene Tür anguckte und meinte, “Tut mir ja leid, aber probieren Sie’s selbst, die Tür will nicht aufgehen!” In dem Moment scheint sie aber selbst gerafft zu haben was los ist. Sie hat mich nur irritiert angeschaut und ist dann mit gesenktem Haupt an mir vorbei getrottet.
Naja zum Glück fährt von Neubrücke aus nur 15 Minuten später wieder ein Zug Richtung Oberstein und [Ironie]zum Glück hatte ich ja Musik dabei[/Ironie], mit der ich mich ablenken konnte.
24. Jun, 2007
Diese Frage der Ärzte wurde gestern zumindest für unsere Region mit einem großen NEIN beantwortet. Kurz nach 10:00 Uhr baute die NPD (die werde ich mit Sicherheit nicht verlinken) eine Mahnwache auf dem “Platz auf der Idar” auf. Ein Banner, Fahnen und verteilte Zeitschriften sollten auf sie aufmerksam machen. Dankenswerter Weise hat dieser Aktion das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, wofür städtische Parteien, Gewerkschaften und Kirchen keinen Grund sahen.
Ein paar Menschen hielten sich aber zum Glück weder an die Stillschweige-Strategie, noch konnten sie durch den heftigen Regen davon abgehalten werden, Flagge zu zeigen und protestierten auf verschiedene Weisen gegen diesen Naziaufmarsch.
Die Linke war sich als einzige Partei offiziell ihrer Verantwortung bewusst und informierte die Bürger und Gäste unserer Stadt mit einem eigenen Stand. Einige Jugendliche formierten sich zu einem Protestblock, dem sich auch spontan Leute anschlossen, auf dem “Platz auf der Idar”. Eine andere Gruppe junger Menschen stellte mit Unterstützung der Aktion
“Hunsrück gegen Rechts” an drei Stellen in der Fußgängerzone Kisten auf, die zur Entsorgung der Nazipropaganda dienten, sammelten Unterschriften für ein NPD-Verbot und verteilten die Informationszeitung “Kein Bock auf Nazis”, in der die neuen Strategien der Nazis, vor allem Jugendlichen die braune Ideologie näher zu bringen, dargestellt werden.
Kaum hatten die “ewig Gestrigen” ihre Mahnwache beendet, ließ sich auch die Sonne wieder blicken.
12. Mrz, 2007
So betitelt ist die große Informationstafel am Bahnhofsgebäude und so sieht auch der Bahnhof aus. Neben neuen Bahnsteigen, also einer neuen Sicherheitslinie aus weißen Steinen und grauen und roten Pflastersteinen wird auch in der Bahnhofshalle kräftig gebaut. Was dort wirklich geschieht, ist allerdings durch eine riesige Holzverkleidung vor den Blicken der Reisenden geschützt.
Informationen liefert die zuvor erwähnte Informationstafel. Der Bahnhof soll moderner und behindertengerecht werden. Die Maßnahmen, die ergriffen werden, um dies zu erreichen sind:
Behindertengerechte Erschließung der Bahnsteige durch den Neubau von Aufzugsanlagen
und
Neubau Leiteinrichtung für Blinde und Sehbehinderte
Ich bin gespannt wie das Ergebnis aussehen wird und werde euch natürlich auf dem laufenden halten.