Guerilla-Rentner

Heute musste ich mit ansehen, wie ein Guerilla-Opa eine ahnungslose Zivilisten mit psychologischer Kriegsführung zur Verzweiflung brachte.
Schauplatz des Grauens war die Haltestelle “Keltenstraße”, an der ich immer aussteige, wenn ich nach Hause fahre. Die beiden saßen nebeneinander, sie am Fenster, er also am Gang.
Das ganze spielte sich ungefähr ;-) so ab.

Opfer: Ich möchte bitte hier aussteigen.
Guerillero: Am Schüler.
(das ist nur eine Haltestelle weiter)
Opfer: Nein, ich möchte nicht wissen wo Sie aussteigen, ICH möchte hier aussteigen!
Guerillero: Am Schüler.
Opfer: ICH MÖCHTE HIER AUSSTEIGEN!!!
Guerillero: AM SCHÜLER!!!

Dann habe ich das Opfer glaube ich zumindest ;-) noch schluchzen und weinen gehört, eher der Bus wieder anfuhr, ich draussen, das Opfer und der fiese Guerilla-Kämpfer drinnen.
Ich hätte ja gerne mitgekriegt, was an der nächsten Haltestelle so passiert ist, aber das Leben als “embedded journalist” ist mir dann doch zu gefährlich.