Besuch im Zoo

Zoo Frankfurt
Am Freitag hab ich mir mit meiner Freundin und einer handvoll Kumpels mal den Zoo in Frankfurt angeschaut.
Zu sehen gabs allerhand exotisches Viehzeug, was die meisten wohl sonst nur aus dem Fernseher kennen. Neben Nemo und Dori, haben wir Flamingos, Zebras, Giraffen, Bären, diverse Affenarten, Vögel, Nashörner, Flusspferde, Reptilien, etc bewundern können. Als Bonus wurden uns Unmengen rennender, quängelnder, schreiender, lachender, weinender Kinder geboten.
Für die Zukunft gilt: Eine solche Einrichtung wird an einem Brückentag möglichst weiträumig umgangen.
Klar ist das mit dem Zoo immer so eine Sache, wilde Tiere in Käfige zu sperren ist eigentlich nicht so das gelbe vom Ei. Schön zu sehen war dann aber, dass die Leute vom Zoo sich wirklich um ihre Schützlinge kümmern und auch trotz des geringen Platzes mitten in der Stadt versucht wird, den Tieren möglichst viel Freiraum zu geben.
Trotzdem hats glaub ich allen eine Menge Spaß gemacht, mir jedenfalls hat der Tag gefallen.
Übrigens, Juleica-Inhaber kommen umnsonst rein!

Manu Chao

Gestern Abend besuchte ich mit Max und Matze, mein zweites großes Konzert für dieses Jahr. Bereits im Juni, war ich ja Iron Maiden in Ludwigshafen gucken. Der gestrige Abend, in der Frankfurter Jahrhunderthalle, steht diesem Erlebnis aber in Nichts nach. Naja die Vorgruppe war eher eine amateurhafte HipHop-Crew, was ja nun nicht so mein Fall ist, aber selbst die konnten mit ihren mehr oder weniger revolutionsgeschwängerten und mehrsprachigen Texten letztlich überzeugen. Nach einer kurzen Pause gings dann aber richtig los. Unter tosendem Applaus und Jubelschreien, enterten zuerst die Musiker und als letztes Manu Chao unter bereits krachenden Rhythmen die Bühne. Was man diesem kleinen, unauffälligen Gitarriero nicht direkt ansieht, ist die geballte Energie, die er mitbringt. Viel besser ist allerdings die Tatsache, dass diese Energie schon nach wenigen Takten wie eine große Welle über das Publikum herfällt. Selbst bekennenden Tanzmuffeln und Bewegungslegasthenikern wie mir, ließen der vom Bass zitternde Boden und vor allem das Radio Bemba Sound System keine Chance. Schon während des zweiten Liedes fand ich mich neben Matze springend, tanzend und singend in der Menge wieder. Auch wenn der Matze richtig erkannte, dass mitsingen dieser spanischen und französischen Texte ist wie früher bei englischen Liedern, es war ein Riesenspaß. Das von bis gemischte Publikum, hatte jedenfalls allen Grund und Laune richtig zu feiern.
Sehr positiv aufgenommen hab ich auch die Tatsache, dass die Jahrhunderthalle, schon rauchfrei ist, aber dennoch den Rauchern in direkter Nähe eine Lounge auf dem Balkon bietet.
Alles in allem also ein sehr gelungener Abend, an den ich mich noch lange erinnern werde.

Bielefeld – Idar-Oberstein in 27 Stunden

So das wird jetzt ein bisschen länger.
Fangen wir mal vorne an.
Am Freitag bin ich mal wieder nach Bielefeld zu meiner Freundin gefahren. Bis Altenbeken war die Fahrt ruhig und alles verlief unauffällig. In der Altenbekener Bahnhofs-Gaststätte bin ich, wie fast immer, kurz eingekehrt. Kurz nach mir kamen eine Frau und ihre kleine Tochter in den Saal. Die Kleine wollte unbedingt eine Bockwurst mit Brötchen, was sie auch lauthals Kund tat und auch ein Weihnachtsgedicht konnte sie schon aus dem Kindergarten. Dafür bekam sie von der Wirtin eine Schneekugel geschenkt. Kaum aus der Gaststätte raus hatte das Mädchen die Kugel auch schon sehr gekonnt demontiert und sich damit auch Applaus meinerseits verdient.
Von Lage nach Bielefeld begleitete mich dann eine ganze Herde 15jähriger. Die hatten mit mir ihren Spaß und auch ich mit denen.
Am Bielefelder Hauptbahnhof nahm mich dann meine Freundin in Empfang.
Nächste Szene: S-Bahn-Ticket-Automaten. Dort trafen wir eine etwas ältere aber dafür sehr wortgewandte Frau. Nur leider konnte sie nicht lesen. Ist halt schon ein bisschen dämlich, einen Automaten zu verfluchen, weil der ständig die 20cent-Münzen wieder ausspuckt die man gerade eingeworfen hat, wenn da in großen Buchstaben steht “KEINE 20CENT-MÜNZEN EINWERFEN” . Das Fluchen konnte die verdammt gut, ich glaub ich hab noch nie so viele Schimpfwörter in so kurzer Zeit gehört. Wenn das alles Treffer bei Unreal Tournament gewesen wären, hätte man durch die Lautsprecheranlage der Bahnstation wohl ein M-M-Monster-Kill nach dem anderen gehört.
So, das wars auch schon mit der Hinfahrt.

Wenn ihr jetzt wissen wollt, was auf der Rückfahrt passiert ist, solltet ihr euch vielleicht erst einen Kaffee holen, etwas zu essen wäre auch nicht verkehrt, alle angefangenen Aufgaben abspeichern und euch für den Rest des Tages frei nehmen.

Sonntag, 17.12.2006, 12:30 Uhr, hier beginnt das wohl längste Kapitel in meiner Bahnfahr-Geschichte.
Meine Freundin und ich machten uns auf den Weg zur S-Bahn-Station Lohmannshof, nahe der Universität Bielefeld. Um 12:45 Uhr wollten wir dort die Bahn nehmen, damit ich pünktlich in meinen Zug um 13:09 Uhr einsteigen konnte. So wäre ich gegen 21:00 Uhr in Oberstein angekommen. Wäre ich, bin ich aber nicht. Schon der Zubringer zum Zug wollte nicht so wie ich wollte, drei S-Bahnen hintereinander sind ausgefallen, mit dem Resultat, das wir eine geschlagene Stunde in der Kälte standen. Informationen stellte der Verkehrsbetrieb leider nicht zur Verfügung, sonst hätten wir noch mal gediegen zu ihr nach Hause gekonnt.
Gegen 13:45 Uhr trafen wir dann endlich am Bahnhof ein. Hier haben wir dann etwas länger am Counter (so nennt die Bahn ihre Schalter) angestanden. Ich hab mir in der Zeit schon mal meine neue Zugverbindung nach Hause am Automaten ausgedruckt. Diese sagte mir, Ankunftszeit Idar-Oberstein 0:40 Uhr. Widerlich!!! Ich hab dann am Schalter gefragt, ob da nicht noch was anderes geht, war aber leider nicht. 200 Puls hatt ich 200!!! Meine Freundin hat mir dann erst mal noch was leckeres zu Essen ausgegeben.
14:50 Uhr kam dann auch mein Zug, nur mussten wir noch auf einen verspäteten IC warten, was die Abfahrt wieder um ein paar Minuten verzögerte. Der erste Zug dieser Fahrt brachte mich dann nach Altenbeken, dort hatte ich eine ganze Stunde Aufenthalt. Also bin ich wieder in die Bahnhofskneipe. Die haben übrigens eine Toilette, die macht der am Kasseler Hbf Konkurrenz, zwar nicht was die künstlerische Gestaltung betrifft, dafür ist aber in Altenbeken in der Gaststätte der Pott so hoch montiert, das sogar ich ohne Probleme meine Beine hin und her schaukeln lassen kann. Ich hab mir dann dort auch noch das neue “Spongebob-Magazin” gegönnt, mit Quallen-Fang-Spiel, wobei ich lange gebraucht hab bis ich mich gegen das “Bob der Baumeister”-Heftchen mit den “Bob der Baumeister”-Ohrenschützern entschieden hatte.
16:53 Uhr sollte es dann nach Warburg weitergehen. Die Regionalbahn hatte auch nur 5 Minuten Verspätung. Dort angekommen wartete schon der RegionalExpress nach Kassel. Auf der Fahrt nach Kassel saß eine Frau neben mir, deren Parfum mich sehr stark an den Geruch dieser PlayDo-Knete aus den gelben Plastik-Becherchen erinnerte.
10 Minuten nach Zeitplan kam ich dann um 18:20 Uhr in Kassel-Wilhelmshöhe an.
Nach einer Viertelstunde gings dann weiter nach Frankfurt. Die 2 Stunden Fahrt hab ich genutzt, um Chemie zu lernen. Um 20:40 Uhr war ich dann in Frankfurt.
Nach meinem Fahrplan hätte ich jetzt in Frankfurt 45 Minuten auf die S-Bahn nach Mainz warten sollen. In Mainz wäre ich dann, nach weiteren 70 Minuten Wartezeit um 23:05 Uhr in eine Regionalbahn nach Idar-Oberstein eingestiegen um dort um 0:40 Uhr anzukommen.
In Anbetracht dessen, dass ich um 6:40 Uhr wieder nach Mainz hätte fahren müssen, hab ich mich frühzeitig schon in Bielefeld entschieden, beim Max in Langen zu pennen.
Ich bin also von Frankfurt aus um 21:06 Uhr nach Langen gefahren. Das ist jetzt nicht so weit, da war ich um 21:15 Uhr. Wir haben dann noch 2 Bierchen getrunken, Playstation gezockt und Filmchen geguckt.
Montag 18.12.2006, 6:20 Uhr. Der Wecker klingelte so spät, da wir netter Weise mit dem Auto vom Max seinen Eltern, an die Uni fahren durften. An dieser Stelle noch einmal VIELEN DANK FAMILIE HANSEN!!! für die Unterkunft und das lecker Frühstück.
Nach 4 Stunden Physik für Biologen und Geologen, sowie einer Stunde Physik der Atmosphäre, hab ich mich dann auf zum Bahnhof gemacht, um endlich nach Hause zu fahren.
13:55 Uhr ging der Zug, der war auch schon da, der steht immer schon abfahrbereit, weil der in Mainz erst losfährt. Allerdings stimmte wohl irgend etwas mit der Koppeltechnik zwischen den zwei Wagen nicht. Nach geraumer Zeit, hat sich dann der Lokführer entschieden, die erste Einheit abzukoppeln, aus dem Bahnhof rauszufahren, über ein anderes Gleis auf die andere Seite des Mainzer Bahnhofs zu fahren, und die beiden Wagen andersherum aneinander zu koppeln. Damit war das Problem wohl behoben, denn mit einer Verspätung von 30 Minuten sind wir dann endlich losgefahren.
Endgültig zu Hause war ich dann um 16:10 Uhr.

Nur so zur Information: Mit dem Linienbus nach Riga sind es 36 Stunden. Da fragt man sich wo ich überall in Europa hätte hinfahren können.

So und wehe einer kommt noch mal wegen einer Verspätung von 10 Minuten bei mir heulen!!!

HUP HOLLAND HUP

Gestern war ich mir die Oranjes in Frankfurt angucken. Mit von der Partie waren auch ein paar Kumpels von der Uni. In der Commerzbank-Arena spielte Argentinien gegen die Niederlande. Eigentlich wars ein ziemlich langweiliges Spiel ohne viel Äktschen und auch leider ohne Tore, nach 90 Minuten stand es immer noch nur 0:0.
Aber sonst hat sich der Besuch in Frankfurt gelohnt. Die ganze Stadt war einfach nur Orange. Überall war Gude Laune angesagt und alle haben zusammen gefeiert. Obwohl wir weder Karten fürs Stadion hatten, noch in die MainArena rein kamen, wars echt ein gigantischer Tag.
Das Volk mit den Holzschuhen ist echt das verückteste, zuerst warn wir uns ja nicht sicher ob Karneval oder Fußball ist. Überall in der Stadt bevölkerten die Fans Plätze, Kneipen und Straßen.
Hier mal ein paar Eindrücke.
Auch die Polizei scheint ihren Spass gehabt zu haben, wie man hier sieht.

Großdemo am Frankfurter Bahnhof

Eigentlich wollte ich ja zum Fußball nach Frankfurt, soweit kamen wir aber erstmal nicht. Die hessischen Studenten hatten nämlich den Hauptbahnhof in Frankfurt lahmgelegt. Im Zuge einer Demonstration gegen Studiengebühren, scheinen wohl einige gemeint zu haben sie müssten in den S-Bahn-Schacht eindringen. Ich finds ja gut, dass die Studenten in Hessen ihr Demonstrationsrecht nutzen und ihre Meinung zu der Thematik kundtun, aber solche Aktionen Schaden der Sache doch nur. Wer mehr erfahren möchte, sollte sich mal die “News” vom Alo gönnen.
Naja irgendwann, mit ca. einer Stunde Verspätung und Umweg über Kelsterbach kamen wir dann doch noch in dem von den Niederlanden besetzten Frankfurt an.