Es geht wieder los

So, die Ferien sind also endlich zu Ende, morgen beginnt mein Semester wieder. Mein Stundenplan ist dieses Mal allerdings recht leer, da ich nur noch zwei Veranstaltungen besuchen muss. Wie sollte es auch anders sein, eine davon ist Chemie, die andere ist das Physikpraktikum. Am Ende des Semesters werde ich dann endlich mit meinen Vordiplomsprüfungen anfangen. Deshalb werde ich zusätzlich noch, wenn der Stundenplan es zulässt, wieder Meteorologie hören, da dort ein neuer Professor sein Unwesen treibt und ich in Erfahrung bringen will, auf welche Sachen, der so Wert legt. Je nachdem wies passt und ob sie überhaupt angeboten werden, werde ich dann auch noch ein paar scheinfreie Vorlesungen vom Hauptstudium besuchen, zur Auswahl stehen “Regionale Geologie Mitteleuropas”, “Integrative Geodynamik I”, “Einführung in die Bodenkunde” und “Earth System Cycles”.
Mein farbenfrohes Chemie-Praktikum habe ich am Montag, genauso wie meine anderen tapferen Mitstreiter, mit der Abschlussklausur souverän bestanden. Das macht diesen Sommer dann endgültig zu einem 100%-Semester!!! So kanns ruhig weitergehen.

Die letzte Woche habe ich dann teilweise bei meiner Freundin in Bielefeld verbracht. Die ist letztes Wochenende in eine neue WG umgezogen und die neue Wohnung ist schon echt gemütlich und lecker Essen gibts da auch ständig. A propos lecker Essen, dieses Regal ist meiner Freundin beim Einkaufen im Aldi aufgefallen.
Mein Heimweg gestern, war allerdings weniger gemütlich. Bereits in Bielefeld hatte der erste Zug 15 Minuten Verspätung, was sich rechnerisch mit meinem nächsten Aufenthalt in Lage von 7 Minuten nicht vereinbaren ließ. Trotz aufgeholter Zeit, sah der Fahrer des Anschlusszuges es scheinbar nicht ein 4 Minuten (VIER MINUTEN!) zu warten, was mir eine zusätzliche Stunde Wartezeit im schönen Lage einbrachte. Der Fahrscheinautomat druckte mir zwar einen Fahrplan zwei Stunden später, aber da der Aushangplan einen Zug eine Stunde später zeigte, nahm ich diesen in der Hoffnung doch noch zu humaner Zeit zu Hause zu sein. DENKSTE! In Altenbeken wusste ich dann auch warum die Verbindung vom Automaten so spät war. Da gab es nämlich erstmal keine Möglichkeit der Weiterreise. So vergnügte ich mich dann bei diversen Espresso-Variationen eineinhalb Stunden in meiner inzwischen liebsten Bahnhofsgaststätte Deutschlands. Nachdem dann klar war, das ich wohl vor 1:00 nicht zu Hause bin, habe ich mal wieder Asyl bei Familie Hansen in Langen beantragt. Auf dem Weg von Kassel nach Frankfurt, gab es dann noch weitere Verzögerungen, aufgrund einer Großdemo im Gleisbereich.
Den Abend habe ich dann in Langen beim Max verbracht und nachdem ich dann auch noch heute morgen ein lecker Frühstück bekommen habe, machte ich mich endlich auf den Weg nach Hause.

Jetzt gibts eigentlich nicht mehr viel zu tun, den Rest vom Tag werde ich wohl mit Stundenplan fertig stellen und Bude aufräumen verbringen.

KAWUMM!!!

So die erste Woche Praktikum ist bereits vorbei, noch lebe ich und das Labor steht auch noch. Morgen werde ich wohl in mein erstes Kolloquium müssen und die wollen dann genau wissen was ich in den ersten fünf Tagen so alles getan habe. Das ist auch schon eine ganze Menge, aber wer die Details wirklich wissen will, der soll sich einfach bei mir melden.
Dass das Labor noch steht und wir noch keine schlimmen Verletzungen davon getragen haben ist allerdings auch nur Glück. Nachdem wir bereits am ersten Tag trotz korrekter Versuchsdurchführung zwei Thermometer gesprengt und unsere komplette Arbeitsbox beim Spülen unter Wasser gesetzt haben (wofür wir übrigens auch nichts konnten, natürlich nicht), verliefen die anderen Tage eher ruhig. Bis auf den Donnerstag, denn da gab es auf einmal einen gewaltigen Rumms. Wir waren gerade dabei konzentrierte Schwefelsäure zu kochen. Schnell noch mal ins Skript geguckt was dann gemacht werden soll und schon den Siedepunkt verpasst. Mit lautem Knall verabschiedete sich dann der ganze Inhalt des Reagenzglases in Richtung Abzugswand. Gut, dass es diesen Abzug gibt, denn sonst hätte das braune blubbernde Zeug nicht an Glasscheibe und Wand, sondern an Matze und mir geklebt. Einzig das Skript vom Matze hat was abgekriegt, das lag nämlich in besagtem Abzug und hat jetzt ein paar dunkelbraune Flecken, die sich durch mehrere Seiten durchziehen.

Helden der Chemie

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Heute war also der erste Tag des Chemie-Praktikums. Die Klausur zu den Sicherheitsbestimmungen war schnell geschrieben, lediglich sechs Fragen mussten wir beantworten. Das hat auch wunderbar geklappt und auch das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Bei vielen von uns war es das beste Ergebnis, was wir je in Chemie geschrieben haben.
Im Anschluss daran wurde uns dann noch das Labor gezeigt, unsere Wirkungsstätte in den nächsten drei Wochen. Nachdem wir unsere Arbeitsplätze begutachtet und das Equipment gecheckt hatten, war der erste Praktikumstag auch schon wieder vorbei.
Die Zeit haben wir dann mal genutzt um unsere lang ersehnten und schwer erarbeiteten Chemie-Scheine abzuholen. Im Bild oben sind nun also fünf glückliche Besitzer (v.l. Lars, Ich, Wolfgang, Matze, Max) von Chemiescheinen zu sehen. Immerhin zusammengerechnet haben wir fast 15 Jahre daran gearbeitet. Da sollte ein Praktikum von drei Wochen ja ein Spaziergang werden.

Pipettieren mit dem Mund ist grundsätzlich verboten

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Nach längerer Abstinenz gibts auch hier mal wieder was zu lesen.
Ab morgen werde ich am allgemeinen anorganisch-chemischen Praktikum für Physiker, Geologen und Mineralogen teilnehmen. Was ein Spaß! Die nächsten drei Wochen werde ich also in weißem Kittel, Schutzbrille und Gummihandschuhen im Labor mit allerlei Chemikalien rumjonglieren.
Aber zunächst mal gilt es morgen die Sicherheitsklausur zu bestehen. Das sollte auch klappen, mit “kippst du Wasser auf die Säure dann geschieht das Ungeheure” kenne ich mich seit der Kartierung mit dem Max bestens aus. Damals ist uns die 1-Liter-Flasche Salzsäure durchgegangen, ha, von wegen “Eastpak – build to resist”.

Über Laborunfälle, schief gelaufene Experimente und andere Kuriositäten werde ich euch immer mal wieder in den nächsten Tagen informieren und vielleicht passiert ja auch mal wieder was auf der Bahnstrecke.

Achso und erstmal braucht ihr keine Angst zu haben, weder glaube ich dass wir an die richtig fiesen Chemikalien dran kommen, noch hab ich Geld für einen französischen Kleintransporter und eine Ferienwohnung im Sauerland.