18. Jun, 2006
Am Donnerstag bin ich mal wieder nach Bielefeld zu meiner Freundin gefahren.
Nur diesmal lief es nicht ganz so glatt wie sonst. Grund: ich hatte einen Fahrplan für Werktags, war halt leider aber Fronleichnam, hm. Der Schneyra würde jetzt sagen,”Genge, stell dich vor einen Spiegel, forme mit deinen Fingern ein L und halt es dir an die Stirn!” Recht hat er. Wenn ich den Plan mal genauer gelesen hätte, wär mir das wohl aufgefallen. Nicht das ich ja eh schon sechs Stunden fahrt hätte, nein, Donnerstag hatte ich dann auch noch eineinhalb Stunden Aufenthalt in Frankfurt. Positiver Nebeneffekt war das Fußballfieber in der Main-Metropole. In den eineinhalb Stunden hab ich glaube ich Fans von fast jeder der 32 an der WM teilnehmenden Nationen gesehen. Das macht Laune auf Mittwoch, da wollen wir mit ein paar Leuten nach Frankfurt, denn dann spielt dort die Niederlande gegen Argentinien.
RÜCKFAHRT: Also das nenn ich mal Timing. Der einzige Zug der pünktlich war, war der Zug mit dem ich in Bielefeld losgefahren bin. Sonst hatten alle Verspätung. Trotzdem habe ich bis Frankfurt alle Anschlußzüge, wenn auch knapp, erwischt.
Japp, genau, in Frankfurt hab ich dann wieder gestanden, meine S-Bahn hab ich um 2 Minuten verpasst. Doch Glück muss man haben. Ich hab dann noch 5 Minuten später eine Regionalbahn nach Wiesbaden bekommen. Hmm Wiesbaden ist ja eigentlich nicht unbedingt die richtige Richtung, aber von dort hab ich eine weitere Regionalbahn nach Aschaffenburg bekommen, welche in Mainz gehalten hat. Dadurch hab ich in Mainz gerade so noch den Zug um 19:55 Uhr in Richtung Saarbrücken bekommen. Ende gut, alles gut!!!
23. Mai, 2006
…hab ich das da ja doch noch zwei kleine Sachen waren, wie ich nach Bielefeld bin.
Auf dem Heimweg durfte ich an einer Umfrage der Deutschen Bahn teilnehmen, es ging um den Nahverkehr. Ich fand die Umfrage ja eher unnötig, sie war halt so, das die Bahn auf jeden Fall gut weg kommt.
Drei Fragen wurden mir gestellt:
Die erste ging um Pünktlichkeit im Nahverkehr.
Gut da kann man jetzt viel sagen, aber ich hab da im letzten halben Jahr nicht soviel zu meckern gehabt.
Die zweite ging um Freundlichkeit und Service im Nahverkehr.
Also der Fahrkartenautomat ist meiner Meinung nach standardfreundlich programmiert, das Zugpersonal verkauft einem auch immer noch Tickets obwohl das offiziell nicht mehr geht. Schlafen lassen könnten mich unsere Schaffner eigentlich schon, kennen tut man sich inzwischen ja, aber geweckt zur Fahrkartenkontrolle wird man trotzdem noch.
Als letztes wollten sie noch wissen, was ich vom Rauchverbot in den RegioZügen halte.
Jeder der mal in so einem Raucherabteil gesessen hat, weiß wie ekelhaft das ist und wie fürchterlich man danach stinkt. Find ich also auch gut, dass die abgeschafft wurden.
Auf der Hinfahrt hab ich in Altenbeken, das liegt schon ziemlich weit im Norden, in der Bahnhofskneipe mit einem Wehrdienstleistenden aus Bayern Bier getrunken und über den komischen nordischen Dialekt diskutiert. Ich hoffe uns hat keiner zugehört, denn der hätte uns nicht verstanden, genauso wie wir uns kaum verstanden hätten. Ich glaube eine Aufzeichnung von dem Gespräch wäre echt lustig gewesen.
22. Mai, 2006
Wie schon erwähnt war ich ja am Wochenende wieder in Bielefeld. Passiert ist während der Hin- und Rückfahrt garnicht mal so viel. Dafür aber am Samstag um so mehr.
Samstag Abend waren wir mit ein paar Leuten aus der WG meiner Freundin auf dem Serengeti-Festival. Schwer gerockt hat das ganze, wir sind zwar erst abends hin, haben uns aber dafür umso begeisterter DOG EAT DOG, TITO & TARANTULA und die H-BLOCKX angeguckt. Trotz Regen wars ein echt gelungener Abend. Spaß hatten wir schon auf der Hinfahrt, unser Zug musste 15 Minuten auf einen entgegen kommenden Zug warten. Also raus und mit noch einigen anderen Festival-Gästen schon mal einen heben.
Eine Odyssee war die Heimfahrt nachts. Erst mussten wir im strömenden Regen mal die Bushaltestelle finden. Das wir sie gefunden haben fand die Fahrerin vom Nachtbus wohl nicht so toll. Die ist dann, weil sie keine Lust auf soviel Fahrgäste hatte, erstmal durchgefahren. Erwischt haben wir den Bus dann am Bahnhof. Hätten wir mal besser nicht. Jetzt gings erst richtig los. Bevor wir in Bielefeld ankamen, sind wir erst mal eine Stunde lang im Kreis gefahren. Haben den Anschlußbus um 10 Minuten verpasst und uns dann ein Taxi bestellt, um überhaupt noch gescheit nach Hause zu kommen.
Mal sehn ob es sowas in nächster Zeit nochmal gibt, am Wochenende ist erst mal Rocco del Schlacko angesagt, Nachtbus fahr da ich auf jedenfall keinen.
19. Mai, 2006
…so heute fahre ich wieder nach Bielefeld, mal sehn was mir diesmal so alles passiert, ob ich neue Leute kennen lerne? Vielleicht treffe ich ja die zwei Kollegen vom letzten mal wieder? Ist es möglich in sieben Minuten Fahrt ein Bier im Bordrestaurant zu bestellen und zu trinken? All das und noch mehr erfahrt ihr nächste Woche wenn ich wieder zu Hause bin.
8. Mai, 2006
…so hat ja lange gedauert, aber die letzte Woche kam ich wegen Prüfungen, etc. einfach nicht dazu meine letzten Erlebnisse auf zu schreiben.
Zur Uni und Heim ist eigentlich nichts berauschendes passiert, aber letzten Freitag (28.04.2006) hab ich mich auf Bahn-Erlebnis-Tour begeben. Gefahren bin ich in den hohen Norden, dort studiert meine Freundin in Bielefeld (ja ich kenne die Verschwörungstheorie). Tatsächlich habe ich alle Anschlüsse, auch wenn es manchmal knapp war, erreicht. Ich habe unter anderem auf der Tour die Kasseler Bahnhofs-Toiletten getestet. Im Hauptbahnhof die Toilette ist der pure Luxus. Alles funktioniert automatisch, eine freundliche Dame hinter einem Tresen kassiert und man wird mit leiser aber harmonischer Musik berieselt. WOW!!! Zuerst dachte ich ja ich sei in der Eingangshalle von MIB-Europe gelandet oder so. Ernüchternd war allerdings der Check der Toiletten am Fernbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Die Hoffnung, die Hbf-Toiletten werden an einem ICE-Bahnhof noch gesteigert, hier fahren ja mehr Geschäftsleute und so, schlug aber recht bald in Ernüchterung und Entsetzen um. Zuerst hab ich den Bahnhofsklo (mehr isses nit) gar nicht gefunden. Ich hab mich dann aber doch rein getraut. Keiner kassiert, nix geht automatisch und Musik gabs auch keine. Dafür aber ein komplett auf Edelstahl-Look getrimmtes Etablisement mit Drehkreuz, Geldschlitz, viel zu wenig Platz und einem Papiertuch-Spender ohne Papier. Herzlich Glückwunsch.
Nun aber zu den anderen Sachen. Weiterlesen »