Nullpeiler

Oh mann!!! Ums kurz und schmerzlos zu machen, heute geht es um zwei Nullpeiler. Der erste, das bin ich selbst. Ja, ich weiß, “der Esel nennt sich immer zu erst”. In diesem Fall geht das aber in Ordnung und stimmt sogar.
Wie ich die Woche schon festgestellt habe, ist im Zug schlafen, wenn man Musik auf den Ohren hat, gar nicht mal so ‘ne gute Idee. Montag wäre das fast schief gegangen. Seit ich Musik höre beim Zug fahren, schlafe ich nämlich auch, wenn der Zug an einem Bahnhof hält, bis jetzt bin ich da immer wach geworden.
Heute hat es mich dann erwischt. Irgendwann bin ich heute also auf der Fahrt nach Hause eingeschlafen. Wach geworden bin ich, in Idar-Oberstein. Soweit alles in Ordnung, nur stand der Zug schon und die Leute waren schon am einsteigen. Ich schnapp mir also meinen Rucksack, meine Jacke und das restliche verstreute Equipment und will noch aus dem Zug hechten. Dummerweise hab ich mir aber ausgerechnet die Tür ausgesucht, an der gerade eine ganze Gruppe Frauen mittleren Alters eingestiegen war. Naja noch war alles ok, aber als die Erste von denen dann verzweifelt auf den Knopf zum öffnen der Tür drückte, begann der Wahnsinn. Zuerst hatte ich ein kleines Déjà-vu (Mädel – offene Tür – denken die wär zu – verzweifelt versuchen sie zu öffnen), dann stieg leichte Verzweiflung in mir auf, als ich den Pfiff des Schaffners hörte und das einrasten der Tür zu hören war. Endgültig damit abgefunden, noch bis Neubrücke zu fahren, hab ich mich dann, als die Frau mich durch die offene Tür anguckte und meinte, “Tut mir ja leid, aber probieren Sie’s selbst, die Tür will nicht aufgehen!” In dem Moment scheint sie aber selbst gerafft zu haben was los ist. Sie hat mich nur irritiert angeschaut und ist dann mit gesenktem Haupt an mir vorbei getrottet.
Naja zum Glück fährt von Neubrücke aus nur 15 Minuten später wieder ein Zug Richtung Oberstein und [Ironie]zum Glück hatte ich ja Musik dabei[/Ironie], mit der ich mich ablenken konnte.

Geheimniskrämerei

Es gibt Sachen die fallen einfach nicht auf, es gibt Sachen die sollen einem nicht auffallen und es gibt Dinge, die bleiben einfach immer ein Geheimnis.

Zum Beispiel ist mir unverständlich, wie mir als Butterliebhaber, bisher die unglaublich leckere Butterbrezel, die man im Bahnhof kaufen kann, nicht aufgefallen ist. Aber dank einer Bekannten, weiß ich seit neuestem, was nicht nur lecker sondern auch billig ist.

Gestern begann die DFB-Tagung in Mainz, hätte ich das nicht im Radio gehört, wäre mir wohl auch nicht das Empfangskomitee am Bahnhof aufgefallen. Dort standen unauffällige Gestalten in feinen Anzügen an den Aufgängen, die kleine Karten mit aufgedrucktem DFB-Emblem hielten. Ich schätze mal die haben irgendwelche unglaublich wichtigen Gäste, die per Zug anreisen sollten, abgeholt.

Interessant finde ich die Tatsache, dass gestern während des Streiktages kaum Durchsagen wegen ausfallender Züge zu hören waren. Heute morgen allerdings, bereits 2 Stunden nach offiziellem Streikende, kamen diese Durchsagen ständig. Bei großen Zügen durchaus verständlich, aber dass die Regionalzüge, die nur zwischen Frankfurt und Wiesbaden fahren, zu der Zeit ausfallen ist mir unklar.

Ein Geheimnis, was ich wohl nie Lüften werde sind Leute, die am Gleis stehen, der Zug steht auch schon da, die dann aber noch mal intensiv ihren Plan studieren und dann dem Zug nur noch hinterher winken, weil dieser gerade losgefahren ist. Ok, dass man sich nicht sicher ist, das kommt auch bei mir vor, aber wenn ich bereits am Gleis stehe, auf der Anzeige am Zug das Fahrtziel steht, dann wusste ich doch schon, dass dies wohl mein Zug ist, sonst wäre ich ja nicht an das Gleis gegangen???

Was besser ein Geheimnis geblieben wäre, ist die kleine Geschichte eines Mädels, das heute vor mir in den Zug gestiegen ist. Die hat verzweifelt die Tür zum Abteil zu öffnen versucht. Ziehen, schieben, drücken, alles hat nix geholfen. Hilfe kam dann aber schnell von ihrer Freundin, “Geh doch, die Tür ist OFFEN!!!”. Ein ungläubiger Blick, erneutes schieben, drücken und ziehen, dann ein leichtes Vortasten und siehe da, tatsächlich die Tür war die ganze Zeit offen. Ich hätte ja gewartet bis sie von selbst drauf gekommen wäre.

Smooth chillen

Na super. Da fahr ich einmal im Leben Freitags nicht mit dem Auto auf die Arbeit, oder werde Samstags morgens von der Freundin abgeholt und dann so was.
Heute morgen um 8:00 Uhr war Feierabend. Unter der Woche arbeite ich nur bis um 7:00 Uhr, da schaff ich es normalerweise noch an den Bahnhof, wo um 7:25 Uhr eine RegionalBahn nach Idar-Oberstein hält. Nicht aber Samstags, da fährt dann erst wieder eine um 9:49 Uhr. Gut dass ich das erst am Bahnhof festgestellt hab. Irgendwie hab ich mit so was schon gerechnet, weshalb ich mir an der Bushaltestelle direkt bei der Arbeit noch den Fahrplan angeschaut habe.
Dort hatte ich den Bus allerdings knapp verpasst. Ich hab dann extra noch ein bisschen gewartet um sicher zu sein, dass der Bus auch keine Verspätung hat. DENKSTE!!! Auf dem Weg zum Bahnhof, 100m von der nächsten Bushaltestelle entfernt hat mich der viel zu späte Bus überholt. Wie schon letztes Mal, hat das auf sich Aufmerksam machen nicht geholfen. Unbeeindruckt fuhr der Bus an mir vorbei.
Am Bahnhof angekommen stellte ich dann fest, dass ich wohl mindestens eineinhalb Stunden warten durfte, da der nächste Bus auch erst um 9:48 Uhr gefahren wäre.28-04-07_0947.jpg
Tja und da die Bahn am Fischbach-Weierbacher Bahnhof das Warten auf dem Bahnsteig aus Sicherheitsgründen untersagt, hatte ich auch genug Zeit diesen Artikel an der Straße auf einem Betonsockel sitzend zu schreiben.

2 Stunden 45 Minuten, für eine Strecke die ich mit dem Auto in 15 – 20 Minuten schaffe, sind schon irgendwie rekordverdächtig, oder???

Ich kann euch aber sagen, so morgens in der Sonne, Sonnenbrille auf der Nase, Powerbook auf dem Schoß, Fettes Brot und SDP, die durch die Lautsprecher donnern, hat schon was chilliges.

Das Projekt: Umbau Bahnhof Idar-Oberstein

So betitelt ist die große Informationstafel am Bahnhofsgebäude und so sieht auch der Bahnhof aus. Neben neuen Bahnsteigen, also einer neuen Sicherheitslinie aus weißen Steinen und grauen und roten Pflastersteinen wird auch in der Bahnhofshalle kräftig gebaut. Was dort wirklich geschieht, ist allerdings durch eine riesige Holzverkleidung vor den Blicken der Reisenden geschützt.
Informationen liefert die zuvor erwähnte Informationstafel. Der Bahnhof soll moderner und behindertengerecht werden. Die Maßnahmen, die ergriffen werden, um dies zu erreichen sind:
Behindertengerechte Erschließung der Bahnsteige durch den Neubau von Aufzugsanlagen
und
Neubau Leiteinrichtung für Blinde und Sehbehinderte
Ich bin gespannt wie das Ergebnis aussehen wird und werde euch natürlich auf dem laufenden halten.

Großbaustelle Bahnhof

Ich bin begeistert! Unser Bahnhof in Idar-Oberstein wird umgebaut. Ich konnte meinen Augen kaum glauben, aber die haben tatsächlich angefangen groß rumzuschrauben.
Da ich das Wochende noch nach Mainz fahre, folgen Bilder und weitere Informationen dann am Montag.