Beschwerde

Nicht nur der Schneyra hatte heute etwas zu beanstanden. Nach meinem unfreiwilligen Spaziergang gestern Nacht habe ich heute morgen mal eine Beschwerde an die Mainzer Verkehrsgesellschaft geschickt.
Eigentlich hatte ich noch 2 Minuten um die Kreuzung zu überqueren und die dann kommende Bahn gen Heimat zu erwischen. Doch wie es so ist kommt es 1. meisten anders und 2. als man denkt. Die Bahn kam nämlich schon angerauscht und hat dann auch nicht angehalten. Tja schade. So musste ich dann bei einsetzendem Regen noch 20 Minuten nach Hause laufen, die nächste Bahn wäre nämlich erst eine Stunde später gekommen.
Schnell sind die Leute von der MVG nicht nur an der Haltestelle vorbei, sondern auch beim Servicecenter. Auf meine Mail von heute vormittag hab ich nämlich schon Antwort, mit der bitte ein paar weitere Details zu erläutern, damit der Fahrer ermittelt werden kann. Ich hoffe aber mal das er nicht zu hart dafür bestraft wird.

Ein Stöckchen auf Städtereise

Vom Thomas gabs ein Stöckchen und auch ich hab mich mal dran gesetzt und überlegt wo ich schon überall war, bzw wo ich noch hin will.

1) In welchen Städten bist du schon gewesen?
Deutschland: Idar, Oberstein, Saarbrücken, Saarlouis, Trier, Kaiserslautern, Mainz, Frankfurt am Main, Kassel, Bielefeld, München, Regensburg, Dresden, Westerland, Jever, Koblenz, Düsseldorf, Köln, Wupperthal, Aachen und Wiesbaden. Das sind zumindest die, an die ich mich so erinnern kann.
Welt: Ljubljana, Riga, London, Zaragossa, Palma de Mallorca, El Arenal, Olsztyn, Lissabon, Porto, Lagos, Pisa, Luxembourg, Maastricht und Les Mureaux.

2) Welche Stadt (nicht die, in der du wohnst!) gefällt dir am besten?
Also bis jetzt haben mir Riga und Lissabon am besten gefallen, wobei sich das mit Sicherheit noch ändern wird. Ich hoffe ja mal, dass ich noch ein bisschen rum komme.

3) Welche Stadt hat dir gar nicht gefallen?
Les Mureaux. Zu schmutzig (dreckiger als der Ebro in Zaragossa) und viel zu viel Gewalt. Wenn ich schon am hellichten Tage Angst haben muss alleine auf die Straße zu gehen, nein, dass muss nicht sein.

4) Welches ist dein Reisemittel um die Städte zu erreichen?
Hmm schwer zu sagen. Ich bin schon mit so einigen Verkehrsmitteln in die verschiedenen Städte gekommen. Mal mit dem Auto, mal mit dem Bus, Zug, Flugzeug und auch zu Fuß. Allerdings möchte ich unbedingt mal mit einem großen Dreimaster in den Hafen einer Stadt einlaufen.

5) Welche Stadt willst du unbedingt noch sehen?
Also das wären in Deutschland: Berlin, Bremen, Hamburg.
International würde ich gerne noch Reykjavik, Taipeh, New York, Tokio und Machu Picchu sehen.

6) Wer bekommt den Stock?
Da die üblichen Verdächtigen (Jan, Schneyra, Thomas) schon alle einen haben, bekommt der Philipp das Stöckchen. Keine Ahnung ob da was passiert, aber der hat auch jetzt das letzte halbe Jahr fleißig aus verschiedenen Städten gebloggt, lesen lohnt sich auf jeden Fall.

Thomas geht auf Reisen

Da hat doch tatsächlich mal einer den “Gastbeitrag mailen” Button gefunden und gedrückt! Danke Thomas! Und da ich beim lesen der Mail schon Spaß hatte, will ich die Geschichte natürlich niemandem vorenthalten. Also lest selbst.

Am Wochenende war Bundesstufentagung. Da der BdP die Fahrtkosten für Autofahrer, so vermute ich zumindest, seit seiner Gründung nicht mehr angepasst hat und ich selbst mit der Energiespar-Pearl bei weitem über die 11 Cent pro Kilometer komme, war die Entscheidung mit der Bahn nach Immelbach zu düsen schnell getroffen.
Da ich als einziger Vertreter des Landesverbandes teilnehmen würde, musste ich diesmal nicht auf arbeitende Mitreisende warten und konnte auf eine der wenigen Verbindungen zurückgreifen, in denen man nur einmal in Frankfurt den ICE wechseln muss. Prima! Um 15:00 Uhr in Saarbrücken in den ICE springen, zurücklehnen und ab gehts. Soweit zu meinen Phantasien.
In der Realität musste ich es ja erstmal bis Saarbrücken schaffen. Der Regionalexpress, der dieses Problem beheben sollte, hatte auch nur sechs Minuten Verspätung. Tja, liebe Leser vom Genge, ratet mal wieviel Zeit ich zum Umsteigen gehabt hätte? Richtig: Sechs Minuten.

Als sich die automatischen Türen des RE öffneten stand ich also schon in Sprintposition, was mit einem Riesigen Rucksack auf dem Rücken und einem Aktenkoffer in der Hand besonders dynamisch wirkt. Ein glücklicher Zufall wollte es, dass ich nur die Seite des Bahnsteigs wechseln musst. Ich rannte los. Meine Mitreisenden nahm ich nur noch als verschwommene Gebilde war, die an mir vorbei rauschten. Mit jedem Schritt wurde der Rucksack schwerer. Ignorieren und weiter! Schließlich tauchte sie am Horizont auf. Ja, ja! Da stand sie noch, die weiße Schlange, von der ich mich so gern hätte fressen lassen. Der Anblick ließ mich das taube Gefühl in den Beinen vergessen und noch einmal alles geben. Ich streckte den Arm aus, und tatsächlich! Eine Flut von Adrenalin schoss durch meinen Körper als meine Fingerkuppen das kalte Blech des ICEs berührten. In diesem Moment fuhr der ICE los.

-Man denke sich an dieser Stelle ein beliebiges Zitat aus den Gesammelten Werken von Jean-Luc Picard-

Als sich die körperliche Erschöpfungserscheinungen, jedoch lange nicht der ganze Ärger gelegt hatte erspähte ich neben mir eine Weitere keuchende Gestalt mit blau gelbem Halstuch um. Zusammen machten mein LB Kollege Malte uns also auf zum Schalter um zu erfragen wann der nächste Zug nach Immelbach fahren würde. Dies sollte auch schon in der Rekordzeit von nur zweieinhalb stunden der Fall sein.
Normalerweise bleib ich ja in vielen Situationen höflich. Die Bitte, mir das Geld für meine Sitzplatzreservierung zurück zu erstatten musste dann aber selbst ich im Imperativ formulieren. Dazu wurden wir an einen weiteren Schalter geschickt. Nachdem wir dem dort Dienst habenden Bahnbediensteten unsere Geschichte erzählten konnte dieser kaum fassen, dass er ICE nicht auf den RE gewartet hatte. Zitat: “Das war der internationale ICE aus Frankreich. Wackes am Steuer!” Ohne murren bekamen wir jeder unsere vier Euro zurück und aus Kulanz noch eine Reservierung für den neuen Zug geschenkt. Die investierten wir dann auch gleich in nen Cafe in der Saarbrücker Altstadt. Zeit hatten wir ja genug.
In Immenhausen kamen wir dann ohne weitere Zwischenfälle an. Um 22:18 Uhr bei geplanter Ankunft um 19:48 Uhr. Nächstes mal trampe ich, das ist zuverlässiger.

Alle Rechtschreibfehler im Text verstecken sich dort vor Chuck Norris.
Grüße und hgj
thomas

Zusammengefasst

So. Frohes Neues mal noch an dieser Stelle. Wie der ein oder andere sicher bemerkt hat, hab ich derzeit ein kleines Motivationsloch was das bloggen betrifft. Naja wird sich sicher wieder ändern.
Nichts desto trotz hier mal ein kleiner Überblick über die letzten Tage.
Also die Ferien und die Feiertage hab ich ganz gut überstanden. Wirklich was gemacht hab ich in der Zeit nicht.
Die letzte Woche war ich mal wieder in Bielefeld, diesmal mit dem Auto hin und nur zurück mit dem Zug. Auf der Rückfahrt allerdings gabs dann doch die ein oder andere Sache, von der ich kurz berichten möchte.
In Altenbeken im Bahnhofslokal (irgendwie schon eine Art Stammkneipe für mich) hatte ich eine Begegnung mit einem sehr amüsanten Polizisten. Erstmal hat er sich ne Kippe angesteckt, zwei drei Mal dran gezogen und dann in die Runde gefragt, wie denn das überhaupt mit dem Rauchverbot sei. Schön zu hören, dass unsere Staatsdiener bei diesem uneinheitlichen Gezänke um dieses Verbot auch nicht mehr durchblicken und erstmal auf Verdacht einfach drauf los qualmen. Als er aber dann loslegte und über seinen Arbeitgeber Vater Staat anfing heftigst zu hetzen konnte ich mir das lachen nicht mehr verkneifen.
Bei meiner ersten Fahrkartenkontrolle hab ich schön meinen Fahrschein vorgezeigt, während ich jedoch meine Bahnkarte am rauskramen war meinte die Zugbegleiterin nur “Ach lassen sie stecken, die müssen sie noch so oft zeigen, ist schon ok”. Bei meiner zweiten Kontrolle kurz nach Kassel und bevor ich mit meinem Studiticket weiterfahren kann, meinte der Fahrkartenkontrolleur zu mir “Ach lassen sie die Bahnkarte stecken, die haben sie ja heute schonmal vorgezeigt”. Hmm, nö hab ich nicht, aber egal. Ich frag mich echt, warum ich das Geld für diese Karte ausgegeben hab. Bisher wollte die nämlich noch nie jemand sehn.
Auf dem Weg von Frankfurt nach Mainz, hab ich dann kurz gestutzt, als die Umsteigemöglichkeiten durchgesagt wurden. Mit dem Regionalexpress über Bad Kreuznach nach Heimbach, hieß es da auf einmal. Was hab ich denn da verpasst? Sind in der einen Woche etwa die Grenzen zum Saarland dicht gemacht worden? Erlösung kam, wie mir einfiel, das ja die Tunnel der Nahestrecke renoviert werden und ab Heimbach ein Schienenersatzverkehr eingesetzt wird.
So und um auch noch auf den Thomas zu verweisen, gestern war ich beim Arzt, eine ganze Stunde musste ich warten, also hab ich mir die Zeitschriften vorgenommen. Im Gegensatz zum Thomas hab ich aber Glück, denn mein Arzt bemüht sich auch um seine männlichen Patienten und so hatte ich das Vergnügen in der GQ, dem GolfJournal und dem RollingStone zu blättern. Tja Thomas, vielleicht solltest du über einen Hausarztwechsel nachdenken!

Es weihnachtet!

Seit gestern haben wir ja wenigstens Dezember, da gönn ich den Leuten auch ihre Weihnachtsstimmung. Bekanntlich kann ich es ja nicht ausstehen, wenn bereits im Oktober Lebkuchen und Spekulatius die Ladenflächen füllen. Gestern konnte mir die eurobahn sogar ein Lächeln abgewinnen. Bereits beim Einsteigen in Bielefeld ist mir der blau-gelbe Weihnachtsmann aufgefallen. Recht schnell bekam ich dann auch mit, dass er “HoHoHo!!!” rufend durch den Waggon stiefelte und den Kindern, wenn sie denn brav waren kleine Geschenke überreichte. Mir hats gefallen, war mal ein etwas anderer Weihnachtsgruß der Bahngesellschaft, als nur völlig überschmückte Bahnhofshallen. Wirklich spaßig wurde es dann, als er neben mir anhielt und mir auch “Frohe Weihnachten” wünschte. Ob ich denn ein Lied oder ein Gedicht für den Weihnachtsmann hätte, dann bekäme ich auch ein Geschenk, fragte er mich. Was weihnachtliches ist mir dann nicht eingefallen, aber da ich seit der 5ten Klasse das Gedicht der zwei Ameisen aus Hamburg kann, gab ich halt dieses zum besten.

Es waren mal zwei Ameisen
Die wollten nach Australien reisen.
Doch in Altona auf der Chaussee
Da taten ihnen die Füße weh.
Drum verzichteten sie weise
Auf den letzten Teil der Reise.

Das kann ich, seit ich es als Strafarbeit auswendig lernen musste, wer kann schon ahnen, dass eine solch drakonische Strafe mir 13 Jahre später ein Geschenk einbringt.
Hehe und so bekam ich dann einen kleinen Stoffbeutel mit Nüssen, zwei kleinen Schoko-Nikoläusen, Gummibärchen, dem Fahrplan für die Ravensberger Bahn und den Lipperländer und den Weihnachtsmarktplaner für die Weser- und Lammetalbahn.
Ansonsten verlief die Fahrt eigentlich recht unspektakulär,so dass es weiter nichts wirklich zu berichten gibt.

Ach so, seit dem letzten Update von Wordpress läuft übrigens die “Tag-Wolke” in der Sidebar nicht mehr. Noch weiß ich nicht wo dran das liegen könnte, aber ich kümmere mich drum, also bitte ich um ein wenig Geduld.