Geheimniskrämerei
Es gibt Sachen die fallen einfach nicht auf, es gibt Sachen die sollen einem nicht auffallen und es gibt Dinge, die bleiben einfach immer ein Geheimnis.
Zum Beispiel ist mir unverständlich, wie mir als Butterliebhaber, bisher die unglaublich leckere Butterbrezel, die man im Bahnhof kaufen kann, nicht aufgefallen ist. Aber dank einer Bekannten, weiß ich seit neuestem, was nicht nur lecker sondern auch billig ist.
Gestern begann die DFB-Tagung in Mainz, hätte ich das nicht im Radio gehört, wäre mir wohl auch nicht das Empfangskomitee am Bahnhof aufgefallen. Dort standen unauffällige Gestalten in feinen Anzügen an den Aufgängen, die kleine Karten mit aufgedrucktem DFB-Emblem hielten. Ich schätze mal die haben irgendwelche unglaublich wichtigen Gäste, die per Zug anreisen sollten, abgeholt.
Interessant finde ich die Tatsache, dass gestern während des Streiktages kaum Durchsagen wegen ausfallender Züge zu hören waren. Heute morgen allerdings, bereits 2 Stunden nach offiziellem Streikende, kamen diese Durchsagen ständig. Bei großen Zügen durchaus verständlich, aber dass die Regionalzüge, die nur zwischen Frankfurt und Wiesbaden fahren, zu der Zeit ausfallen ist mir unklar.
Ein Geheimnis, was ich wohl nie Lüften werde sind Leute, die am Gleis stehen, der Zug steht auch schon da, die dann aber noch mal intensiv ihren Plan studieren und dann dem Zug nur noch hinterher winken, weil dieser gerade losgefahren ist. Ok, dass man sich nicht sicher ist, das kommt auch bei mir vor, aber wenn ich bereits am Gleis stehe, auf der Anzeige am Zug das Fahrtziel steht, dann wusste ich doch schon, dass dies wohl mein Zug ist, sonst wäre ich ja nicht an das Gleis gegangen???
Was besser ein Geheimnis geblieben wäre, ist die kleine Geschichte eines Mädels, das heute vor mir in den Zug gestiegen ist. Die hat verzweifelt die Tür zum Abteil zu öffnen versucht. Ziehen, schieben, drücken, alles hat nix geholfen. Hilfe kam dann aber schnell von ihrer Freundin, “Geh doch, die Tür ist OFFEN!!!”. Ein ungläubiger Blick, erneutes schieben, drücken und ziehen, dann ein leichtes Vortasten und siehe da, tatsächlich die Tür war die ganze Zeit offen. Ich hätte ja gewartet bis sie von selbst drauf gekommen wäre.
Gleisgeflüster… » Nullpeiler sagt
am 22. November 2007 @ 19:44
[...] auf den Knopf zum öffnen der Tür drückte, begann der Wahnsinn. Zuerst hatte ich ein kleines Déjà-vu (Mädel – offene Tür – denken die wär zu – verzweifelt versuchen sie zu öffnen), dann stieg [...]