24. Sep, 2007

Heute war also der erste Tag des Chemie-Praktikums. Die Klausur zu den Sicherheitsbestimmungen war schnell geschrieben, lediglich sechs Fragen mussten wir beantworten. Das hat auch wunderbar geklappt und auch das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Bei vielen von uns war es das beste Ergebnis, was wir je in Chemie geschrieben haben.
Im Anschluss daran wurde uns dann noch das Labor gezeigt, unsere Wirkungsstätte in den nächsten drei Wochen. Nachdem wir unsere Arbeitsplätze begutachtet und das Equipment gecheckt hatten, war der erste Praktikumstag auch schon wieder vorbei.
Die Zeit haben wir dann mal genutzt um unsere lang ersehnten und schwer erarbeiteten Chemie-Scheine abzuholen. Im Bild oben sind nun also fünf glückliche Besitzer (v.l. Lars, Ich, Wolfgang, Matze, Max) von Chemiescheinen zu sehen. Immerhin zusammengerechnet haben wir fast 15 Jahre daran gearbeitet. Da sollte ein Praktikum von drei Wochen ja ein Spaziergang werden.
23. Sep, 2007

Nach längerer Abstinenz gibts auch hier mal wieder was zu lesen.
Ab morgen werde ich am allgemeinen anorganisch-chemischen Praktikum für Physiker, Geologen und Mineralogen teilnehmen. Was ein Spaß! Die nächsten drei Wochen werde ich also in weißem Kittel, Schutzbrille und Gummihandschuhen im Labor mit allerlei Chemikalien rumjonglieren.
Aber zunächst mal gilt es morgen die Sicherheitsklausur zu bestehen. Das sollte auch klappen, mit “kippst du Wasser auf die Säure dann geschieht das Ungeheure” kenne ich mich seit der Kartierung mit dem Max bestens aus. Damals ist uns die 1-Liter-Flasche Salzsäure durchgegangen, ha, von wegen “Eastpak – build to resist”.
Über Laborunfälle, schief gelaufene Experimente und andere Kuriositäten werde ich euch immer mal wieder in den nächsten Tagen informieren und vielleicht passiert ja auch mal wieder was auf der Bahnstrecke.
Achso und erstmal braucht ihr keine Angst zu haben, weder glaube ich dass wir an die richtig fiesen Chemikalien dran kommen, noch hab ich Geld für einen französischen Kleintransporter und eine Ferienwohnung im Sauerland.
10. Sep, 2007
Japp, ich fühle mich derzeit unsterblich jung. Zwar hab ich den Jungbrunnen nicht gefunden, aber meine Mitmenschen geben mir dieses Gefühl. Nur dumm, dass sie mich zu jung schätzen. Wie ja bekannt sein dürfte ist Anfang des Monats ein neues Gesetz zum Verkauf von Rauchwaren in Kraft getreten.
Seit ich ca. 14 Jahre alt war wurde ich bis auf 2-3 Ausnahmen nicht mehr kontrolliert. Weder beim Alkohol kaufen, noch beim Kippen shoppen und auch nicht auf großen Parties oder in Diskotheken. Nie war es ein Problem irgend etwas ohne vorgeschriebenes Alter tun zu können. Bis zum 1. September! Jetzt gute 10 Jahre später, nach endlosem rumgeheule wie alt ich schon bin, diversen Versuchen Rente zu beantragen und sich schlaumachen über die Bestattungspreise, jetzt fangen die Leute an den Kassen an und wollen meinen Personalausweis sehen. Bereits zum 2ten Mal in den letzten 7 Tagen wurde ich mit der Frage “Sind wir denn schon 18???” konfrontiert.
Nach kurzem Blick auf meinen Ausweis, gabs dann immer eine Entschuldigung und ein verlegenes Lächeln. Naja ich scheine mich doch besser gehalten zu haben wie ich dachte.
Nur zur Klarstellung: Ich bin positiv überrascht, dass die Leute hinter den Ladentheken ihre Position ernst nehmen und jeden kontrollieren, der Ihnen nicht alt genug vorkommt (sei es nun aus Verantwortungsbewusstsein oder aus Angst vor Strafe). Nur durch solch eine Konsequente Umsetzung kann ein Gesetz wie dieses auch Erfolg haben, auch wenn die meisten Jugendlichen wohl schon einen Weg oder einen Laden gefunden haben, bei dem sie diese Kontrolle umgehen können.